Kaiseraufstieg Kufstein: Das Tor ins Kaisertal!

Wenn du ins Kaisertal willst, führt am Kaiseraufstieg in Kufstein-Sparchen kein Weg vorbei. Das ist kein gemütlicher Waldweg, sondern im Grunde eine riesige Treppe, die dich direkt fordert. Es ist quasi die „Eintrittskarte“ für das Tal: Wer oben das Panorama genießen will, muss unten erst mal ordentlich Treppensteigen. Einige Stufen sind richtige Treppen, andere führen über felsiges Gestein.
Darum geht es hier:
Über 300 Stufen ins Kaisertal wandern
Das Erste, was du merkst, sind die Waden. Es sind so um die 280 bis 300 Stufen – je nachdem, wer gerade zählt und wie sehr man schon außer Puste ist. Das Ganze zieht sich ordentlich steil nach oben. Das Gute ist aber: Die Treppen sind stabil und es gibt ein Geländer, man muss also kein Bergsteiger sein. Es ist halt ein knackiges Warm-up für die ersten 15 bis 20 Minuten. Wenn du die Stufen hinter dir hast, wird der Weg flach und du kannst wieder ganz normal atmen.
Kurze Pause auf der Neapelbank

Obwohl es anstrengend ist, solltest du zwischendurch mal stehen bleiben und dich umdrehen. Der Blick über Kufstein, die Festung und den Pendling ist nämlich echt genial. Es gibt da auf halber Strecke die Neapelbank. Der Name kommt daher, weil die Leute früher fanden, dass der Ausblick so toll ist wie die Bucht von Neapel. Ob das stimmt, musst du selbst entscheiden, aber für ein schnelles Foto oder um kurz den Puls runterzubringen, ist der Platz perfekt. Wenn du zur richtigen Zeit da bist, kannst du von hier oben das Spiel der Heldenorgel von der Festung hören. Die Akustik am Hang ist so gut, dass die Musik der größten Freiluftorgel der Welt bis zur Bank hinaufschallt. Sie ertönt täglich um 12 Uhr.
Früher war das hier richtig Knochenarbeit
Wenn man da so hochkeucht, darf man nicht vergessen, dass die Leute im Kaisertal das früher jeden Tag machen mussten – und zwar mit Gepäck. Bevor es den Tunnel gab, wurde alles über diese Stufen hochgeschleppt: vom Wocheneinkauf bis zum neuen Kühlschrank. Das macht einen dann doch wieder ein bisschen demütig, wenn man mit seinem leichten Rucksack oben ankommt.
Die beste Zeit für den Kaiseraufstieg
Ein wichtiger Tipp für den Sommer: Geh früh los! Der Aufstieg liegt in einer Felswand, die die Hitze speichert wie ein Backofen. Wenn du da mittags hochgehst, ist es bei Sonnenschein richtig heiß. Im Frühling oder Herbst ist das super, weil es dort immer schön warm und sonnig ist, aber im Juli oder August solltest du schauen, dass du vor neun Uhr morgens durch bist. Danach macht das Treppensteigen in der prallen Sonne keinen Spaß mehr.
Praktische Tipps für den Kaiseraufstieg
Direkt am Fuß des Aufstiegs in Sparchen gibt es einen großen, kostenpflichtigen Parkplatz, der jedoch an schönen Wochenenden schnell voll besetzt ist. Eine Anreise mit dem Stadtbus Kufstein ist daher eine kluge Alternative. Auch wenn der Weg gut ausgebaut ist, solltest du den Kaiseraufstieg nicht in Flip-Flops begehen. Zieh dir unbedingt Wanderschuhe an. Festes Schuhwerk gibt dir auf den oft unebenen Stufen deutlich besseren Halt und schont deine Gelenke für die Wanderung ins Kaisertal.
Weiterführende Links
- oberhalb des Kaiseraufstiegs kommst du zur Tischofer Höhle
- das erwartet dich im Kaisertal
- hier kannst du in Kufstein wandern

