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Hechtbach Wasserfall – Geheimtipp am Hechtsee
Wenn du am Hechtsee unterwegs bist, gibt es einen Ort, den viele Besucher buchstäblich überhören oder links liegen lassen – weil sie sich nur auf die Seerunde konzentrieren. Der Hechtbach Wasserfall liegt am nördlichen Zipfel des Sees und ist eine Sehenswürdigkeit, die edoch einen kurzen Stopp wert ist. Für Fotografen bietet sich hier ein spannendes Motiv, das im Winter während einer längeren Eisperiode zu einem starren Eisvorhang erstarrt. Es ist nicht nur ein Fotomotiv, sondern erfüllt eine lebenswichtige Funktion für das gesamte Ökosystem des Gewässers.
Ein künstlicher Überlauf bildet den Hechtbach Wasserfall
Der Hechtsee besitzt keinen natürlichen oberirdischen Abfluss. Da der See jedoch ständig durch unterirdische Quellen und Niederschläge gespeist wird, muss der Wasserspiegel reguliert werden, um Überflutungen zu vermeiden. Im Gegensatz zu klassischen Seen wird hier nicht nur das überschüssige Oberflächenwasser abgeleitet. Durch eine spezielle technische Vorrichtung wird gezielt Wasser aus etwa 20 Metern Tiefe nach oben gepumpt und abgeleitet. Dieser Prozess ist für den See überlebenswichtig: Er verhindert, dass das Gewässer in den tieferen, sauerstoffarmen Schichten „umkippt“. Der Wasserfall ist somit die „Lunge“ des Hechtsees, die das belastete Tiefenwasser abführt.
Der Wasserfall mit Schwefelduft
Wenn du am nördlichen Zipfel des Sees stehst, wo der Wanderweg Richtung Kiefersfelden abzweigt, bist nur wenige Meter vom Hechtbach Wasserfall entfernt. Folge der Beschilderung in Richtung Giessenbachklamm und du stehst nach 1 Minute am Wasserfall. Ein besonderes Merkmal, das viele Besucher überrascht, ist die leichte Schwefelnote in der Luft. Dieser Geruch nach „faulen Eiern“ stammt vom Schwefelwasserstoff, der im sauerstofffreien Tiefenwasser gebunden ist und beim Sturz über die Felskante freigesetzt wird.
Das Wasser stürzt hier mehrere Meter tief den Hang hinunter, bevor es als Hechtbach durch den Wald fließt. Besonders nach starken Regenfällen oder während der Schneeschmelze im Frühjahr entwickelt der Fall eine besondere Stärke. Ein steiler Weg mit vielen Stufen führt neben dem Wasserfall hinunter. Von unten hast du den besten Blick auf den Hechtbach Wasserfall.
Anbindung an den Energiewanderweg
Der Wasserfall markiert auch einen Grenzpunkt. Während der Hechtsee in Kufstein auf Tiroler Boden liegt, befindet sich der Abfluss und der daraus entstehende Hechtbach auf bayerischem Staatsgebiet in der Gemeinde Kiefersfelden. Der Wasserfall ist offiziell als Station 11 in den Kieferer Energiewanderweg integriert. Dieser Themenweg erläutert an verschiedenen Stationen die Nutzung und Bedeutung der Wasserkraft in der Region. Der Hechtbach mündet nach seinem steilen Abstieg schließlich in den Kieferbach.
Wie kommt man zum Hechtbach Wasserfall?
Du erreichst diesen besonderen Ort am einfachsten, wenn du den klassischen Hechtsee-Rundweg absolvierst. Vom Hauptparkplatz und der Seearena aus wanderst du etwa 20 bis 30 Minuten (je nach Gehrichtung) bis zum gegenüberliegenden Ende des Sees. Alle detaillierten Infos zur Anfahrt plus Karte und alle Infos zum Hechtsee hier:
–> Hechtsee
Weiterführende Links
- solltest du sehen, diese Kufstein Seen
- das lohnt sich in der Altstadt Kufstein
- die Liste der besten Kufstein Sehenswürdigkeiten
MEHR KÜNSTLICHE WASSERFÄLLE
Der Hechtbach Wasserfall ist ein künstlicher Wasserfall – wenn er dir gefällt, könnten dir auch diese Wasserfälle gefallen. Auch wenn sie ursprünglich von Menschhand geschaffen wurden, sind sie heute echte Sehenswürdigkeiten in der Natur:
– Trusetaler Wasserfall: Er ist der größte Wasserfall in Thüringen und ein spektakulärer Steig führt direkt neben dem Wasserfall nach oben
– Dreimühlen Wasserfall: Der bekannte Wasserfall in der Eifel wächst von Jahr zu Jahr.
– Lechfall: Der meterhohe Wasserfall in Füssen dient eigentlich der Stromerzeugung.



